An die NWZ:

Ihre Kommentare entbehren jeder Rechtfertigung. Sie lassen den notwendigen Respekt für mein Abo vermissen. Ich erkläre hiermit meinen Rücktritt vom Abonnement -
mit sofortiger Wirkung.

So ähnlich würde ich jetzt am liebsten das Abo kündigen. Denn die Kommentare von Rolf Seelheim in den vergangenen Tagen lassen eines wirklich vermissen: Überparteilichkeit.

Klar, eine Meinung soll jeder haben. Die Qualität eines Zeitungskommentars bemesse ich aber an seiner Ausgewogenheit: Hat der Autor alle relevanten Fakten herangezogen? Hat er versucht, seine Meinung aus der Perspektive eines Dritten zu hinterfragen?

Könnte mir einer der mitlesenden Profi-Journalisten einen Tipp geben, was man zum Thema “Kommentar” auf der Journalistenschule lernt? Link, Buchtipp wäre super.
(Kontakt siehe Impressum oder hier “Kommentar” ;-) schreiben)

Welche Arten von Kommentaren gibt es? Wie sollten sie strukturiert sein? usw.

Erinnert sei hier an die Podiumsdiskussion vom Juni 2009, gesendet bei Oeins. Als ein Zuschauer nahelegte, die NWZ würde einer gewissen politischen Richtung nahestehen, erhob sich NWZ-Miteigentümer Reinhard Köser (sein Coach muß gerade eine rauchen gewesen sein) und forderte Satisfaction ihn auf zu sagen, welcher Partei man nahestünde und ob er dieses beweisen könne.

Nun, der Beweis dürfte in Person von Rolf Seelheim nun erbracht sein. Auch sonst tritt dieser durch neo-konservative Einstellungen in Erscheinung, wie ich finde und wie man auf NDR Info hören durfte. (Fürs Archiv habe ich die Gesprächsrunde auf jeden Fall mal aufgezeichnet.)