Donnerstag ist NeWZblog-Tag!
Von Presse als der “Vierten Gewalt” zu sprechen ist aberwitzig.
1. Es würde bedeuten, daß eine gesellschaftliche Funktion ohne gesellschaftliche Kontrolle (mittelbar/unmittelbar) , aber in privater Hand existieren würde. Ich empfehle daher die Lektüre von Michael Radtkes “Außer Kontrolle – Die Medienmacht des Leo Kirch”, das schon 1995 (!) veröffentlicht wurde.
Update 18.06.2010: Außerdem das Buch “Meinungsmache – Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen” von Albrecht Müller aus dem Jahre 2009.
2. Presse ist – auch aus gutem Grund – in privatwirtschaftlicher Hand. Damit entstehen Abhängigkeiten vor allem von Werbekunden. (Wikipedia-Artikel Vierte Gewalt, Agenda-Setting)
Wenn die NWZ sich als Vierte Gewalt sieht und demokratieschützende Funktionen für sich reklamiert, dann schauen wir uns doch gerne einmal an, wer da für uns unsere Volkvertreter kontrolliert. (Die einzige Legitimation hierfür, die mir spontan einfällt, ist ein Abonnement.)
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